Bei diesem Langdistanztriathlon werden 3.8 Kilometer von der Insel Brissago nach Ascona geschwommen. Dafür finden sich die Athletinnen und Athleten früh morgens um 4:00 Uhr auf dem Schiff ein, welches sie zur Insel bringt. Um 5.00 Uhr erfolgte der Startschuss durch Kuhglocken-Geläut.
Die erste Wechselzone ist im öffentlichen Strandbad in Ascona. Beim Schwimmen startete Brigitte Muhl sehr gut. Doch machten sich nach der Hälfte der Strecke Krämpfe in den Beinen bemerkbar. Nachdem Wechsel ging es auf die 180 Kilometer lange Radstrecke die Leventina hoch, durch die malerischen Dörfer bis Airolo war es herrlich und es ging ihr gut. Auch der Gotthard Pass, ging richtig gut. Durch den tollen Support wurde ich stets mit Wasser und Verpflegung versorgt. Dann kam der Furkapass. Plötzlich machten sich wieder die Krämpfe und zusätzlich noch Magenprobleme bemerkbar. Ich stand kurz vor der Aufgabe. Doch meine Supporter sprachen ihr Mut zu und verpflegten mich, sodass ich entschied, die Abfahrt in Angriff zu nehmen. Unten in Gletsch angekommen, hoch zum Grimselpass, ging es dann wieder erstaunlich gut. Ich gab einfach ein bisschen weniger Druck in die Pedale. Es war trotz allem einfach ein herrliches Gefühl auf dem Rad.
In der zweiten Wechselzone bei Brienz hatte meine Supporterin bereits alles für den Wechsel zum Laufen vorbereitet. Ich rannte locker los. Kurz nach dem Start kam dann die erste heftige Steigerung zu den Gießbachfällen. Herrlich war´s und dann bis Bönigen viel im Wald mit Schatten und zeitweise auch Trailrun-Abschnitten. In Wilderswil stand zu meiner großen Überraschung meine Freundin Heidi mit dem Bike ab der Strecke. Sie begleitete mich spontan und bis nach Grindelwald. Das motivierte mich noch mehr. Auch dieser Streckenabschnitt ist sehr anspruchsvoll. Ab Grindelwald geht es die letzten 9 km hoch ins Ziel auf der kleinen Scheidegg. Nach 19h durfte ich mit meiner Supporterin den Zieleinlauf genießen.